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Gelungenes Debüt im Nationaltrikot

04.08.2022

Lukas Schober von der SG Weißig 1861 feierte Anfang August ein gelungenes Debüt im Nationaltrikot. Mit seiner Nominierung zur U20-Weltmeisterschaft im kolumbiatischen Cali erfüllte er sich bereits einen Traum. Zunächst hieß es die Qualifikation am Montagabend Ortszeit zu überstehen.  Mit einer Bestweite von 20,16m angereist, tat er sich zunächst schwer. Die für ein direktes Weiterkommen in die Runde der besten zwölf geforderte Weite von 19,60m, war für den Maxener an diesem Abend nicht zu übertreffen. Mit Stößen von 18,32m und 18,44m sowie einem ungültigen dritten Versuch zitterte er sich als Zehntbester in das Finale. Damit griff er am Dienstagabend Ortszeit als zweitjüngster Kugelstoßer erneut an. Als Vierter des Vorkampfes mit einer Weite von 19,43m fand er sich nunmehr als jüngster Finalist der besten Acht wieder. Im Endkampf zeigte der noch 17-Jährige weitere solide Stöße über 19m. Ein größerer Satz nach vorn und die von ihm selbst erhofften 20 Meter gelangen ihm an diesem Abend nicht mehr. Dennoch war er vom vierten Platz nicht mehr zu verdrängen. Damit hat er sein selbstgestecktes Ziel, eine Platzierung unter den besten sechs, eindrucksvoll erreicht. Entsprechend zufrieden zeigte er sich auch nach dem Wettkampf. „Ich bin viertbester Kugelstoßer der Welt in der U20. Für Bronze hätte ich meine persönliche Bestleistung stark steigern müssen“, resümiert der Maxener. Bronze gewann der zweite deutsche Starter Tizian Lauria (VfL Sindelfingen) mit 20,55m. Diese Platzierungen sind die besten von deutschen Kugelstoßern der U20 seit 2008 im polnischen Bydgoszcz. Damals gewann David Storl Gold mit 21,08m. Große Unterstützung erhielt Lukas Schober im Übrigen während seines Wettkampfes auch von daheim. Familie, Vereinsmitglieder und Sportfreunde trafen sich im Vereinshaus der SG Weißig 1861 zu nächtlicher Stunde,  um seinen Wettkampf live zu erleben. „Wir haben uns alle riesig über seinen vierten Platz gefreut. Es gab Beifall und es wurde auch darauf angestoßen. Viele weitere Vereinsmitglieder haben den Wettkampf in ihren Ferienorten von Kroatien bis Norwegen original verfolgt und sich noch nachts mit ihren Glückwünschen gemeldet“, erzählt Abteilungsleiter Detlef Pötzsch begeistert.

Text: Claudia Trache

Fotos: Lukas Schober